Auf den TRO hatten wir uns das Thema "Ich" ausgesucht. Mit allem 'Wo bin ich jetzt und wo will ich hin' ein bisschen 'Wie nehmen mich die anderen wahr'. Um mal auf deine Frage zu antworten Raffi: Wir haben uns keine Briefe geschrieben,  viel mehr mussten wir zB. ein kleines Heftchen, in dem ein paar Fragen zu uns standen, ausfüllen (das war auch schon tiefgehender). Dann drei verschiedene Eigenschaften aufschreiben die uns sehr wichtig sind, später ein paar Eigenschaften aufschreiben die uns entsprachen, dazu konnten dann andere noch was hinzufügen wenn sie meinten, dass dort noch was fehlen würde. Ich weiß nicht, ob ich noch was vergessen habe... aber ich glaube wir haben noch mehr gemacht. War sehr schön und ermutigend. Am Ende war noch eine Kreativarbeit angesagt worüber wir Gedanken über uns und unsere Zukunft machen sollten mit allem was wir aus den vorigen Einheiten mitgenommen hatten und das alles sollten wir Kreativ verpacken. Ich habe das Gedicht geschrieben, das ich vor ein paar Tagen gepostet hab. (:

 Ein anderer Kurs hat glaub ich das mit den Briefen auch gemacht, wir nicht .. wobei es bestimmt spannend geworden wäre.

Mein Thema konnte ich am Freitag halten, auch wenn das vorbereiten sehr kurzfristig gewesen ist. Ansonsten habe ich dieses Wochenende eine Verschnaufpause eingelegt. Am Samstag habe ich eine gute Freundin nach Monaten endlich wieder gesehen(obwohl wir nur ein zwei Straßen von einander entfernt wohnen), so wie früher waren wir Joggen. Wollten erst durch den Wald... aber es war einfach zuu matschig.. mussten wir mal eine andere Route nehmen. Hoffentlich mach ich das bald wieder öfter mit ihr. Samstag scheint der einzige Tag zu sein, wo es klappen kann... Heute Abend war Planer und Vreden kommt am 7. März doch nicht zu uns zur Jugend... Leider abgesagt... Eine andere Idee steht dann für Samstag Abend an, aber ob sich das verwirklichen lässt ist die Frage.

Am 13. kommt meine Schwester nach Deutschland!! Meine Jugend und Ich, so wie meine Family holen sie vom Flughafen in Düsseldorf ab.. und die darauf folgende Woche wird schätze ich sehr schön... Ich freu mich ziemlich.. (: 

Hm... war schön mal wieder zu schreiben... ja. War nötig. Eigentlich liegt mir noch mehr auf dem Herzen... aber das braucht noch seine Zeit. Liebste Grüße

atempause

 

1.3.09 21:21


In meinen Träumen sitze ich an einer Mauer.
Angelehnt an den kalten Stein schlinge ich meine Arme um mich und versuche mein erfrorenes Herz zu wärmen.
In meinen Träumen bin ich ein Mädchen, dass alles hinter sich gelassen hat.
Sie ist an einem Ort, wo so viele andere sind. Wo sie so viele Schicksale teilt, aber wo sie einsamer ist als jemals zuvor.
Ich sitze einfach nur da. Keine Tränen, keine Kraft. Ausgelaugt. Ich habe nicht den Mut aufzustehen und zittere am ganzen Körper. Keiner der einen Blick auf das Mädchen wirft. Niemand interessiert sich für sie. Sie besitzt nichts und verdient nichts.

Träume. Keine Lebensträume. Albträume.

Wer schon würde sich diesem Mädchen erbarmen? Wer würde ihr eine Hand hinhalten.

Erinnerungen quälen sie. Verfolgen sie. Harte Zeiten seit ihr Herz angefangen hat zu schlagen - und es wieder aufgehört hat. Missbrauch, Hass, Mord. Die ganze Zeit in meinen Gedanken. Lässt mich nicht los. Keine einzige Erinnerung entweicht. Alles brennt sich ein. Jede Stimme, jeder Gedanke, jede Sekunde redet auf sie ein. Kein Entkommen. 

In meinem Traum kann ich mich nicht weinen sehen. Kein Gesichtsausdruck, keine Miene verzogen.  Kein Lächeln, kein Hass. Nur Leere. Diese dunkle Leere. Chaos scheint über die Lippen zu quellen. Ihr Herz, mein Herz eine schier nie endende Quelle der Dunkelheit. Des Chaos.

Sie atmet nicht mehr, lange kein Herzschlag mehr. Keine Bewegung. Eiskalt.

Ist es das Ende? Nein. Mein Ende? Nein.
Hier beginnt erst mein Anfang.

1.3.09 22:21


Das was ich gerade geschrieben habe und man in der Kategorie 'gespiegelt' findet möchte ich auf keinen Fall so stehen lassen.

In den nächsten Tagen, wenn ich so weit bin, kommt mehr davon... Fortsetzung??

Einen wunderschönen Abend euch noch... 

Atempause

1.3.09 22:23


Ich hab wirklich keine Ahnung mehr.

Dieses Wochenende und die Woche hat wieder Welten verändert. Ich bin unmöglich glücklich und dabei trägt sich eine trübe Trauer. Witz? Nein, ich würde lachen wenns einer wäre.

Der Einstieg in diese Woche war... nicht wirklich glücklich. Mein Vater ist nur noch in Kurzarbeit tätig, da auch die Firma in der er arbeitet an der Krise leiden muss (zu wenige Aufträge und so.) . Das habe ich Montag erfahren. Nicht so schlimm, aber ich merke wie er darunter leidet.
Dann aus mir jetzigen unauffindlichen Gründen hatte ich Montag einen Rückfall. Ich habe schamlos gekotzt während meine Eltern zuhause waren und mein Bruder im Nebenzimmer.
Normalerweise wäre das eindeutig ein Grund warum ich es nicht tun würde. Rückfälle erleide ich meist nur in Einsamkeit, aber so wie es an Silvester im Gegenteil passiert ist, verwundert es mich immer mehr. Es ist erst März und ich hatte mindestens 4 Rückfälle. Das ist vernichtend für mein Gedankengut, aber ich kann mit Mut aufblicken, denn Mittwoch Abend, ein Tag mit akuter Rückfallgefahr vor allem abends beim babysitten wenn alle schlafen und ich alleine bin, habe ich erst schlecht und dann gut überstanden. Ich war wieder knapp davor und dann hat mich wohl mein Gott-gegebenes Gewissen zurück gehalten.
Alles in allem habe ich jetzt konsequenzen daraus gezogen. Ob sie nun positiv sind oder nicht, aber ich kann es einfach nicht verantworten mich allein in die Versuchung zu führen. Ich esse, aber nur noch wenig. Ich will mich nicht überfordern. Inzwischen ist das Völlegefühl ( nicht sättigungsgefühl ) so schnell da, dass ich sehr schnell angewidert von mir selbst bin und es dann eben zu diesen Rückfällen kommt. Ich will das vermeiden.
Gleichzeitig hab ich Angst wieder ganz zurück zu rutschen. In diesen Teufelskreis in dem ich mich schon zu lange befinde.
Wenn ich mich einfach so akzeptieren könnte wie ich bin, wär das alles hier gar nicht nötig. Bräuchte ich das alles hier nicht zu schreiben. Aber es geht nicht. Ich versuchs jetzt knapp 1 1/2 Jahre und ich bin vom Ziel entfernt wie am anfang.
Ich bin glücklich im Moment, wenn ich weiß dass mir die Bulimie nichts anhaben kann. Gott hält mich auf jeden Fall immer wieder davon ab. Und ich werde noch dafür beten. Aber ich hab keine Ahnung was ich damit noch tun soll, wenns wieder schlimmer wird.

Ein Freund von mir leidet im Moment unter Liebeskummer. Und es ist schrecklich das zu hören. Heute habe ich mich mit ihm über ICQ unterhalten (er lässt sich bei uns in der Jugend nicht mehr blicken wegen dem Mädchen, deswegen kann ich mich nicht mehr so mit ihm unterhalten... )  Ich habe noch nie einen Mann so erlebt? Ernsthaft.
Er hat im Moment eine sehr starke Beziehung zu Gott, aber was er erzählt... ich kann es zum Teil verstehen, aber er ist so am Boden. Wie kann ich ihm helfen? Wie kann ich eine gute Freundin sein? Ich kann ihm schließlich keine Tipps geben .___. Ich kenne mich damit nicht gut aus. Man sieht jemanden leiden und kann nicht helfen, das ist das schrecklichste.

So geht es auch mit Maria im Moment. Wir haben die beste Beziehung zueinander seit langem, aber gleichzeitig entfernen wir uns, nähern uns dann wieder. Dann geht sie ein paar Schritte zurück, und ich habe Angst sie zu verlieren. Sie ist im Moment in der Recovery-Phase von ihrer Essstörung.. Ich habe einfach Angst, dass sie wieder anfängt zu Lügen, ihre Mauern aufbaut. Ich habe Angst, dass alles nicht klappt und sie irgendwann wegen so einer bescheuerten Sache, die ich selbst zu gut kenne, stirbt. Gut zu hören, dass ihre Organe scheinbar noch alle in Ordnung sind und sie den Mut und Willen hat aufzuhören... aber das alles darf nicht zusammenbrechen... und zwischendurch scheint es so zu sein. Dann wieder nicht und plötzlich doch... es ist verwirrend. Manchmal ist es wirklich schwierig eine Freundin zu sein...

Meine Beziehung zu Gott ist im Moment nicht so auf dem höchsten Stand.. und nein, das ist nichts was mich glücklich macht. Aber scheinbar schenkt Gott mir trotzdem immer wieder so viele Sachen, wo ich einfach nur glücklich drüber sein kann.. und so dankbar für. Ich mein... womit hätte ich es denn im Moment verdient?
Wer könnte mich denn im Moment so sehr lieben, wenn ich ihm so wenig aufmerksamkeit schenke? Wie kann Gott nur immer wissen, was ich brauche? Das ist unmöglich, ich hasse mich selbst dafür eine so schlechte Tochter zu sein, während er mir Welten zu Füßen legt... 

Jetzt.. weiß ich grad nicht was ich schreiben soll und ich bin auch viel zu müde... ich werde dann die Tage schreiben... wenn ich meine Klausur hinter mir hab und der Stress abklingt.. und ich vielleicht ruhiger geworden bin.

Liebste Grüße

atempause

 

8.3.09 22:33


"Ein anderer bat Jesus: 'Herr, ich will erst noch meinen Vater beerdigen, aber dann will ich für immer bei dir bleiben.' " Matthäus 8,21

Nachfolge ist jetzt, in diesem Moment. Nachfolge ist, wenn du dich dazu entscheidest und nachfolgst. Wenn du dienst. Nicht wenn du wartest.

Wie bereit bist du nachzufolgen?

Bin ich bereit alles aufzugeben?
Bin ich mir sicher? Ja... nein? Ja?


9.3.09 21:57


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